Nachsorge für Langzeitpatienten

Unterstützung durch großzügige Spende

Der gebürtige Konstanzer und deutschlandweit bekannter Schauspieler, Oliver Wnuk, gewann 2021 das große Deutschlandquiz und spendete seinen Gewinn von 25.000 Euro dem Förderverein Kinderklinik Konstanz e.V. Mit dieser großzügigen Spende konnte das Projekt „Aufsuchende Hilfe“ finanziert werden, das bis heute sehr erfolgreich umgesetzt wird.

Ein Team der Pflege übernimmt in ihrer Freizeit die Nachsorgearbeit von LangzeitpatientInnen. Dies sind meistens Anorexie-Patienten (Essstörung), die nach einem Aufenthalt von ca. 6 Monaten nach Hause entlassen werden und dann im familiären Umfeld noch weiter betreut werden, um Rückfälle zu verhindern oder abzufangen, bevor neue Probleme entstehen. Durch die großzügige Spende konnte dieses Projekt ins Leben gerufen werden und die ehrenamtlichen Krankenpflegerinnen bekommen eine Entschädigung für die Zeit und die vielen Kilometer (bis in den Schwarzwald oder auf die schwäbische Alb), die sie für die Besuche zurücklegen, ausbezahlt.

Aufsuchende Hilfe

Bericht einer Pflegekraft und Mitbegründerin

Im Sommer 2021 begann die Eigeninitiative aus dem Pflegeteam Patienten mit einer Essstörung nach ihrem stationären Aufenthalt weiter zuhause zu betreuen, um Rückfälle und Wiederaufnahme zu reduzieren. Nach oft monatelangem Aufenthalt in der Klinik sollte der Übergang nach Hause begleitet werden, bis die Patienten wieder in ihren Alltag gefunden haben. Der erneute Schulbesuch wird oft sehr herausfordernd erlebt und auch das ambulante Therapieangebot muss meistens erst geschaffen werden.

In der Coronazeit füllten sich die Wartelisten von neuen Patienten, weshalb man beschloss eine aufsuchende Hilfe fest zu etablieren, um auf unbürokratische Weise den Familien Unterstützung anzubieten, bis ihnen ein Klinikplatz gestellt werden konnte.

Der Besuch findet meist 1x wöchentlich statt, wo Probleme, die es zuhause oder in der Schule gibt, angesprochen werden, gemeinsam Essenspläne erstellt werden, Gewichtskontrollen stattfinden und auch die Sorge der Eltern gehört werden.

Es werden viele Kilometer gefahren, um die betreffenden Familien aufzusuchen. Viele Patienten und ihre Familien profitieren von diesem Angebot und sind dankbar, dass dies durch Spendengelder unterstützt wird.